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Planen und Bauen im Bestand

Was sind die wichtigsten Punkte beim Planen im Bestand?
Christoph Tetz
 
Die meisten Bauherren haben keine Bestandsunterlagen von ihren Gebäuden. Das ist oft das Problem. Denn so muss man sich in die Struktur des Bestands hineindenken und schnell erkennen, wie die statische Situation des Gebäudes ist. Und wie man danach kostenminimierend in die bestehende Substanz eingreifen kann. Viele tun sich schwer beim Planen und Bauen im Bestand, weil es nicht jeder gewohnt ist, mit Bau- und Konstruktionsweisen, die viele Jahrzehnte oder auch über ein Jahrhundert alt sind, umzugehen.
 
Welche Fehlerquellen treten dabei auf?
 
Das falsche Erfassen der statischen Situation ist ein maßgeblicher Fehler. Wenn man zum Beispiel ein tragendes Bauteil nicht als solches erkennt, ist die Stabilität des ganzen Gebäudes in Gefahr. Deklariert man andererseits ein nicht tragendes Bauteil als tragend und stützt es deshalb aufwendig ab, verursacht man Kosten, die weder sein müssen noch sein dürfen.
 
Wie geht man am besten im Einzelnen vor?
 
Wie in anderen Bereichen auch, sucht man als Bauherr am besten immer einen Fachmann auf, der über breite Erfahrungen verfügt. Diesen Statiker sollte der Bauherr dann auch als echten Partner an seiner Seite wissen. Dazu gehört auch, dass der Bauherr Dinge hinterfragt: Warum gehört da nun ein Balken hin? Warum ist dies oder jenes so wie auf der Zeichnung? Sobald der Bauherr Antworten bekommt, wie „das ist eben so" oder „da müssen sie sich mit abfinden", kann er sich einer Sache sicher sein: Er hat die falsche Person beauftragt. Fragen gehören dazu – und es gibt immer Alternativen.